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Handwörterbuch der Internen Revision

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Sollten Sie relevante Begriffe vermissen, kontaktieren Sie uns bitte. Wir sind bemüht, das Glossar laufend zu erweitern und auf dem aktuellen Stand zu halten.



Abstimmungsprüfung

Die Abstimmungsprüfung kann Bestandteil der Prüfungshandlung sein. Innerhalb der Prüfungshandlung wird zwischen Abstimmungsprüfung, Übertragungsprüfung, rechnerischen Prüfung und Belegprüfung differenziert.

Bei einer Abstimmungsprüfung werden Daten miteinander verglichen, die in verschiedenen Unterlagen dokumentiert wurden, aber wegen bestehender systematischer Zusammenhänge notwendigerweise übereinstimmen müssen. Dabei werden die Daten sowohl auf Vollständigkeit als auch auf die richtige Erfassung hin geprüft. Zu unterscheiden sind hierbei Einzelabstimmungen, Teilabstimmungen und Gesamtabstimmungen.

Die Abstimmungsprüfung wird zudem differenziert zwischen Einzelabstimmung, Teilabstimmung und Gesamtabstimmung. Bei der Einzelabstimmung wird z.B. der Saldo eines Personenkontos mit dem entsprechenden Posten der Saldenliste abgestimmt. Die Teilabstimmung beinhaltet die Abstimmung des Anlagevermögens laut Anlagenkartei mit dem Hauptbuchkonto. Die Gesamtabstimmung umfasst die Abstimmung des gesamten Buchungsstoffes laut Grundbüchern mit dem Hauptbuch und schließt mit dem Jahresabschluss ab.

Abweichung

Eine Abweichung ist der Unterschied zwischen einem beobachteten Ist und einem erwarteten Soll. In manchen Fällen kann die Abweichung zahlenmäßig gemessen werden, etwa in absoluten Einheiten wie Euro oder in prozentualen.

Je größer die Abweichung ist, desto größer ist der Fehler und umso wichtiger ist es, die Abweichung im Revisionsbericht zu kommunizieren. Abweichungen werden auch als Fehler oder Feststellungen bezeichnet.

Added Value

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine der beliebtesten Leerformeln, nicht nur in der Internen Revision. Mit Added value wird ein geschaffener Mehrwert oder eine höhere Wertschöpfung bezeichnet, was im konkreten Einzelfall im Sinne einer Operationalisierung nicht immer einfach nachzuweisen ist.

Added value kann die Interne Revision durchaus bieten, etwa durch die Unterstützung im Rahmen von Prüfungs- oder Beratungsleistungen, wenn Kontrollen verbessert und das Organisationsvermögen besser geschützt wird. Aber auch bei der Einsparung von Kosten kann sich ein added value zeigen.

Alpha-Risiko

Ein sachlich richtiger Tatbestand wird durch die Interne Revision als falsch klassifiziert. Dies kann dann passieren, wenn das Soll-Konzept unzureichend definiert worden ist und damit eine Abweichung (Fehler, Feststellung) identifiziert wird, wo es keine gibt. Beispielsweise kann im Rahmen einer Beschaffungsprüfung ein Beschaffungsvorgang ohne Einschaltung des Einkaufs ablaufen, was die Revision beanstandet. Es gibt aber hierfür eine Ausnahmeregelung, die von der Geschäftsführung genehmigt worden ist.

Als mögliche Folge eines solchen Risikos werden Maßnahmen eingeleitet, die Kosten verursachen, aber unnötig sind; beispielsweise wird die Untersuchung eines Fachbereichs durchgeführt, obwohl dort keine, wie fälschlicherweise durch die Interne Revision behauptet, wesentlichen Risiken bestehen.

Analytische Prüfungshandlungen

Analytische Prüfungshandlungen basieren auf dem Vergleich von Daten untereinander. Diese Daten können finanzieller oder nicht finanzieller Art sein. Der Vergleich kann Erwartungen des Prüfers bestätigen oder falsifizieren. Beispielsweise sollte bei einem signifikanten Umsatzanstieg auch der Wareneinsatz eines Einzelhandelsunternehmens gestiegen sein, umgekehrt bei einer Verringerung des Personalbestandes die Personalkosten ebenfalls geringer geworden sein.

Analytische Prüfungshandlungen können in jeder Phase einer Prüfung eingesetzt werden, um geprüfte Sachverhalte zu beurteilen. Sie ersetzen keine Einzelfallprüfungshandlungen. Kritisch ist bei ihnen, dass die Daten, die man miteinander vergleicht, manchmal durch Sondereinflüsse verändert wurden. Darum ist es notwendig, die Datenqualität kritisch zu beurteilen, um nicht einer Fehlinterpretation zu unterliegen.

Angemessene Kontrolle

  • Der Kontrollbegriff in der Internen Revision
  • Überwachung versus Kontrolle
  • Angemessenheit von Kontrollen
  • Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollen

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  • Der Kontrollbegriff in der Internen Revision
  • Überwachung versus Kontrolle
  • Angemessenheit von Kontrollen
  • Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollen

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Anti Fraud Management System

Ein Anti-Fraud-Management-System (AFM) umfasst Prozesse und Einzelaktivitäten mit den Zielen, dolose Handlungen, die wir im Folgenden mit dem Begriff der Straftaten synonym verwenden, innerhalb einer Organisation

  • zu verhindern,
  • aufzudecken und
  • aufzuarbeiten

Ein Anti-Fraud-Management-System unterscheidet drei Kernprozesse, die auch als Bestandteil von "Governance" der Unternehmenspolitik bezeichnet werden können.

Manche Einzelaktivitäten können mehr als einem Kernprozess zugeordnet werden. So können beispielsweise objektiv angewandte und kommunizierte Sanktionen aus dem Kernprozess Aufarbeitung im Falle von Fraud abschreckend und damit gleichzeitig präventiv wirken. Die Kernprozesse und ihre Aktivitäten sollten deshalb nie getrennt, sondern als Ganzes betrachtet und geplant werden, um Synergieeffekte zu erkennen und zu nutzen.

Ziel einer Organisation sollte sein, sich mit der Gesamtheit eines Anti-Fraud-Management-Systems intensiv auseinanderzusetzen und bezogen auf die eigene Organisationsstruktur daraus das passende System und die passenden Einzelaktivitäten zu entwickeln.

Arbeitspapiere

Sie dokumentieren die Tätigkeit des Internen Revisors. Es sind Aufzeichnungen, die auf Grund der Anforderungen aus einem Qualitätsmanagement im Aufbau formalisiert sein müssen und während der Prüfungsdurchführung erstellt werden. Arbeitspapiere sind die Grundlage für den Bericht und müssen in so fern alle notwendigen Informationen enthalten, die in den Bericht einfließen. Sie stellen eine Basis für die Prüfungsüberwachung und die Qualitätssicherung dar.

Arbeitspapiere können in elektronischer Form oder manuell geführt werden. Es kann sich um die Dokumentation der Prüfungshandlungen handeln, Interviewmitschriften, Flow-charts oder andere, auch von den geprüften Bereichen kommende Unterlagen handeln.

Arbeitsprogramm der Internen Revision

  • Der Begriff Arbeitsprogramm
  • Das Arbeitsprogramm im Revisionsprozess
  • Inhalt des Arbeitsprogramms
  • Genehmigung des Arbeitsprogramms
  • Form und Inhalt eines Arbeitsprogramms für Beratungsaufträge

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  • Der Begriff Arbeitsprogramm
  • Das Arbeitsprogramm im Revisionsprozess
  • Inhalt des Arbeitsprogramms
  • Genehmigung des Arbeitsprogramms
  • Form und Inhalt eines Arbeitsprogramms für Beratungsaufträge

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Audit Committee

Das Audit Committee bildet die Schnittstelle zwischen dem Aufsichtsrat und der Internen Revision. Es ist für die zielorientierte Koordination der Aktivitäten von Aufsichtsrat und Abschlussprüfer zuständig. Des Weiteren ist es für die Interne Revision zur Sicherung und Verbesserung der Unternehmensüberwachung bedeutsam. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die organisatorischen Sicherungsmaßnahmen, die Bewertung der Organisation und der Qualifikation der Internen Revision, die Diskussion der Revisionsergebnisse sowie des Jahresabschlusses und die Besprechung des Umfangs der Tätigkeit der Internen Revision.

Audit Risk

Audit Risk ist das Risiko, dass der Prüfer unwissentlich ein falsches Urteil abgeben kann und somit wesentliche Fehler im Prüfungsgegenstand unentdeckt bleiben. Dadurch können sich weitreichende Konsequenzen für die Adressaten des Prüfungsteils ergeben. Der Prüfer muss im schlimmsten Fall sowohl mit zivilrechtlichen Konsequenzen als auch mit einer Beeinträchtigung seiner Reputation rechnen.

Das Audit Risk besteht aus den Komponenten Inhärentes Risiko, Internes Kontrollrisiko sowie Entdeckungsrisiko.

Audit Universe

Mit Audit Universe (auch: Prüfungsinventar, Gesamtheit der Prüfungsobjekte, potentielle Prüffelder, Risikoatlas, usw.) ist die Summe aller möglichen Prüfungsthemen für die Interne Revision bezeichnet. In Anlehnung an den Risikoorientierten Prüfungsansatz sind dabei zunächst an Hand der Aufbau- und Ablauforganisation in der Organisation alle möglichen Themen systematisch zu sammeln und dann hinsichtlich ihres Risikogehaltes zu kategorisieren.

Das Ergebnis der systematischen Sammlung der Prüfungsthemen heißt Audit Universe. Eine Bewertung mit Netto- bzw. Bruttorisiken ist für die Erstellung des Audit Universe nicht notwendig.

Auftragsrisiko

Ein Auftragsrisiko für die Interne Revision ist bezogen auf ein konkretes Revisionsprojekt und die ihm innewohnenden Risiken für die Interne Revision selbst. Nicht gemeint ist damit das Risiko für den Auftraggeber oder die Organisation, in der die Internen Revision tätig ist.

Solche Risiken können sich aus der Art des Prüfungsobjektes ergeben, etwa eine Branche, die hoch anfällig für Korruption ist, einen Managementstil, der nicht für Transparenz und Offenheit sorgt oder ein Anreizsystem in einem Prozess, das anfällig ist für eine Verfälschung des Umsatzausweises.

Aus- und Weiterbildung

Darunter werden verschiedene Human Resources-bezogene Subprozesse der Internen Revision gefasst, wie die Einarbeitung, die Ausbildung und die Weiterbildung. Die Einarbeitung hat zum Ziel, den Internen Revisor in der kürzestmöglichen Zeit so weit in die Interne Revisionsfunktion einzuführen, dass er produktiv ist.

Die Ausbildung umfasst diejenigen Kenntnisse und Fähigkeiten, die der Revisor zur Ausübung seines Berufes braucht, abhängig von seiner bisherigen Erfahrung und seinen fachlichen Kenntnissen. Die Weiterbildung bezeichnet das up to date Bleiben während der Berufsausübung, damit also die Sicherstellung einer gleichbleibend hohen Produktivität.

Einarbeitung, Aus- und Weiterbildung sind im Kontext der Internen Revision wichtige Prozesse, die Bestandteil des Qualitätsmanagements sind; sie müssen aus diesem Grunde geplant und ihre Durchführung überwacht werden. Verantwortlich ist der oberste Revisionsverantwortliche.

Die Wichtigkeit des Prozesses ergibt sich aus der Tatsache, dass die Interne Revision ein Leistungspotential für die Organisation bereitstellt, dessen Qualität sich aus den Kompetenzen der Prüfer ergeben. Das Leistungspotential ist umso größer, je besser die Kompetenzen der Prüfer sind. Aus- und Weiterbildung bilden die Grundlage hierfür und sichern sie auch in der Zukunft.

Der englische Begriff der Continuing Professional Education (CPE) meint die fortlaufende Weiterbildung während des Berufslebens. Sie ist für alle Certified Internal Auditors Pflicht.

Ausbildungsfunktion

Damit wird die Funktion der Internen Revision bezeichnet, in der sie als Ausbilder für einzelne Mitglieder der Organisation fungiert. Ausbildung heißt nicht lediglich Informationsvermittlung, sondern kann sich auf fachliche, methodische und soziale Kompetenzen beziehen.

Beispielsweise können Kontroll- und Überwachungsmethoden, Grundlagen zu Gesetzen oder in- und externen Vorgaben oder andere Informationen vermittelt werden. Die Ausbildungsfunktion kann in Gesprächen, Workshops oder durch den Revisionsbericht ausgeübt werden. Auch die zeitweise Berufung der Internen Revision in einzelne Projekte oder bei der Prozessentwicklung kann als Ausübung dieser Funktion betrachtet werden.